Stop the Nirvana covers please

© Robotic Empire

Als wirklich ernsthafter ja-ich-feiere-die-immer-noch Nirvana-Fan kann man sich nicht gerade beschweren, dass die Band in der Versenkung verschwindet. Mindestens zweimal pro Jahr, zum Todes- und Geburtstag, wird Kurt Cobain abgefeiert, es gibt ständig neue Dokus oder Rerereleases und zu guter Letzt entscheidet sich auch noch gefühlt jede belanglose Band auf diesem Planeten, ein noch belangloseres Cover in die Welt zu schießen. Schließlich sind die Melodien einfach nachzuspielen und die weiterhin bestehende Popularität kann man Nirvana auch nicht gerade abstreiten. Doch Achtung, ich sag euch jetzt mal was: eure Hintertupfingen-Band wird durch ein halbgares Nirvana-Cover nicht unbedingt populärer. Ihr seid damit weder sonderlich innovativ, noch zeichnet ihr euch durch Fingerfertigkeit aus – das könnte man auch irgendwie eleganter verpacken, oder? Vielleicht mit einem „Seven Nation Army“ Cover?

Wieso ich mich gerade eigentlich aufrege, fragt ihr? Weil in vier Tagen der Sampler „Whatever Nevermind“ veröffentlicht wird, auf dem illustre Musiker wie Touché Amoré oder Kylesa gefeatured werden. Drei Coverversionen kann man sich bisher anhören: Circa Survive mit Drain You (lame), La Dispute mit Polly (lame) und Nothing mit „Something in the Way“ (ganz gut, ich geb’s zu). Ich verstehe einfach nicht, wieso man als gestandene Rockband dauernd irgendein uninspiriertes Nirvana-Cover abliefern muss. Eine Tori Amos kann sich das erlauben, interpretiert sie „Smells Like Teen Spirit“ schon allein wegen ihrer Stimme komplett neu, aber eine typische Grunge-Alternative-Hardcore-Whatever-Band? Unnötig!

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2 Kommentare

  1. Mario
    14. April 2015 / 15:49

    <3 :D

  2. 15. April 2015 / 19:29

    Ich besitze ein Nirvana-Top und liebe es(kann es leider nicht mehr finden :'( ) und irgendwie habe ich auch nur eine CD. Mein liebstes Album ist wohl In Utero.

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