Das Geschäft mit der Millennial-Nostalgie: Diese Y2K-Filme feiern bis 2027 ihr Comeback

DVD von Freaky Friday beim Rewatch dieses Klassikers

Ich komme von „Freakier Friday“ aus dem Kino und scrolle direkt weiter zu den ersten Fotos vom Dreh von „Der Teufel trägt Prada 2“ in New York. Auf WhatsApp wird mir eine Nachricht zu „Liebe braucht keine Ferien“ geschickt. Auf Instagram kursiert das Plakat von „Kick it like Beckham“.

Bin ich wieder Teenager? Nein, Hollywood hat einfach die Nostalgie-Maschine angeworfen: Wir erleben gerade die Zeit großer Comebacks. Viele Kultfilme und -serien aus den 00er-Jahren kommen bis 2027 zurück – entweder als Prequel (Vorgeschichte), Sequel (Fortsetzung) oder Reboot (Neuauflage).

Ihr verliert langsam den Überblick? Dann seid ihr hier richtig. Ich liste euch auf, welche Nullerjahre-Lieblinge aktuell neu gedacht werden – mit Startterminen, Story-Details und Besetzungsinfos zu allen Filmen und Serien, die mein Millenial-Herz höherschlagen lassen. Natürlich gibt’s auch meine ehrliche Einschätzung dazu.

Prequels, Sequels, Reboots für Millenials: 2000er-Klassiker neu gedacht

Mean Girls

Originaltitel: Girls Club – Vorsicht bissig! (2004)
Neues Projekt: Mean Girls – Der Girls Club (2024)
Art: Reboot (Musical)
Verbindung zum Originalcast: Tina Fey (Ms. Norbury) und Tim Meadows (Mr. Duvall) sind wieder in ihren Rollen vertreten, Fey ist auch (wieder) Drehbuchautorin. Lindsay Lohan (ehem. Cady) hat einen Cameo-Auftritt als Moderatorin des Mathletes-Wettbewerbs.
Story: Die Story bleibt gleich, nur kommt sie diesmal als Musical – mit neuem Cast und aktuellen Popkultur-Referenzen.
Meine Einschätzung: Tina Fey bringt „Mean Girls“ clever ins Heute und katapultiert uns gleichzeitig zurück in unsere Teenie-Jahre. Das Musical-Setting hat mich aber komplett rausgebracht – würd man heutzutage wohl als „vibe kill“ bezeichnen. (6/10)

Freaky Friday

Originaltitel: Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag (2003)
Neues Projekt: Freakier Friday (2025)
Art: Sequel
Verbindung zum Originalcast: Lindsay Lohan (Anna), Jamie Lee Curtis (Tess), Chad Michael Murray (Jake), Mark Harmon (Ryan), Christina Vidal (Maddie), Haley Hudson (Peg), Rosalind Chao (Mama P.), Lucille Soong (Grandma Chiang), Ryan Malgarini (Harry), Stephen Tobolowsky (Mr. Bates)
Story: Diesmal wird’s noch verrückter: Anna und Tess tauschen vor Annas Hochzeit wieder die Körper – aber nicht nur miteinander, sondern auch mit Annas Tochter Harper und zukünftiger Stieftochter Lily.
Meine Einschätzung: „Freakier Friday“ macht Spaß mit frischen Ideen und vielen Anspielungen ans Original. Auch ist der Disneyfilm wieder ähnlich liebevoll inszeniert – von Outfits bis Szenengestaltung. Es gibt allerdings ein paar cringe Szenen und den neuen Charakteren wird nicht genug Zeit gegeben, um nachvollziehbare Persönlichkeiten zu werden. Auch der Soundtrack ist im Vergleich zum Vorgänger schwach. (7,5/10)

Der Teufel trägt Prada

Originaltitel: Der Teufel trägt Prada (2006)
Neues Projekt: Der Teufel trägt Prada 2 (2026)
Art: Sequel
Verbindung zum Originalcast: Meryl Streep (Miranda), Anne Hathaway (Andrea), Emily Blunt (Emily), Stanley Tucci (Nigel)
Story: Chefredakteurin Miranda Priestly kämpft mit dem Niedergang der klassischen Printmedien und braucht nun Werbegelder von ihrer ehemaligen Assistentin Emily, die mittlerweile eine Führungsposition in einem Luxuskonzern innehat. Inwiefern Andrea in die Geschichte passt, ist noch nicht bekannt.
Meine Einschätzung: Kann nur gut werden, wenn die Schauspieler:innen zum Skript „Ja“ gesagt haben.

https://twitter.com/hathawaygifs/status/1951036580577124688

Natürlich blond! (Legally Blond)

Originaltitel: Natürlich blond! (2001)
Neues Projekt: Elle (2026)
Art: Prequel-Serie (Amazon Prime Video)
Verbindung zum Originalcast: Reese Witherspoon (ehem. Elle) als Produzentin
Story: Die Serie dreht sich um Elles Zeit an der Harvard Law School und den Herausforderungen, sich in einer von Männern dominierten Umgebung zu behaupten.
Meine Einschätzung: Reese hat ein Händchen für gute Produktionen, sodass „Natürlich blond!“-Fans sicher auf ihre Kosten kommen. Dazu zähle ich aber nicht.

Liebe braucht keine Ferien (The Holiday)

Originaltitel: Liebe braucht keine Ferien (2006)
Neues Projekt: Liebe braucht keine Ferien (2026)
Art: Reboot-Miniserie (Apple TV+)
Verbindung zum Originalcast: Wohl keine. Auch Nancy Meyers, Autorin und Regisseurin des Originalfilms, ist nicht an dem Projekt beteiligt.
Story: Die Miniserie basiert auf der Grundidee des Films: Zwei Frauen aus UK und USA tauschen über die Feiertage ihre Häuser, um dem Alltag zu entfliehen. Mit neuem Cast und aktuellen Referenzen soll sie in die heutige Zeit gebracht werden.
Meine Einschätzung: Wirkt nach Stress hinter den Kulissen und wenig innovativ.

Plötzlich Prinzessin

Neues Projekt: Plötzlich Prinzessin 3 (2026)
Art: Sequel
Verbindung zum Originalcast: Anne Hathaway (Mia) ist sicher dabei, weitere Infos gibt es noch nicht.
Story: Die Geschichte ist noch nicht bekannt, aber es wird erwartet, dass Regisseurin Adele Lim (Crazy Rich Asians) die Geschichte von Mia Thermopolis als Königin von Genovien fortsetzt.
Meine Einschätzung: Habe damals sogar die Bücher gelesen … allerdings fühlt sich das Ganze schon sehr weit weg an. Ich mache meinen Kinobesuch vom Trailer abhängig!

One Tree Hill

Originaltitel: One Tree Hill (2003–2012)
Neues Projekt: One Tree Hill – Die nächste Generation (2027)
Art: Sequel-Serie (Netflix)
Verbindung zum Originalcast: Sophia Bush (Brooke), Hilarie Burton (Peyton), Danneel Ackles (Rachel) als Produzentinnen und Schauspielerinnen
Story: Die Fortsetzung beginnt 20 Jahre nach dem Serienfinale. Peyton und Brooke sind jetzt Erwachsene mit Kindern im Teenager-Eltern. Die Themen sollen ähnlich sein wie im Original: Liebe, Trauer, Unsicherheiten.
Meine Einschätzung: Die Serie ist noch nicht offiziell von Netflix freigegeben. Aber nach dem Erfolg des OTH-Podcasts „Drama Queens“ und dem Interesse vieler weiterer ehemaliger OTH-Schauspieler:innen würde mich wundern, wenn das nichts wird. Und dann kann ich dem Hype wohl nicht entsagen. Müsste aber vorher die Serie rewatchen, mein Review von damals fühlt sich so fern an.

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Video-Link: https://twitter.com/Variety/status/1944968821569413408

Kick It Like Beckham

Originaltitel: Kick It Like Beckham (2002)
Neues Projekt: Kick It Like Beckham 2 (2027)
Art: Sequel
Verbindung zum Originalcast: Parminder Nagra (Jules) und Keira Knightley (Lalita „Lali“) haben Interesse bekundet, warten aber noch aufs Skript. Regisseurin und Drehbuchautorin Gurinder Chadha ist wieder dabei.
Story: Wird gerade entwickelt, inspiriert von der Frauenfußball-Europameisterschaft. Der Film soll sich wieder an junge Frauen richten und die Botschaft „Du kannst alles sein, was du sein willst“ transportieren.
Meine Einschätzung: Wenn die beiden ehemaligen Schauspielerinnen dabei sind, bin ich auch dabei.

Aktuell wird zudem ein Sequel von „27 Dresses – Kleider machen Bräute“ diskutiert. Dieses scheint sich noch im frühen Ideenstadium zu befinden und die Umsetzung, ähnlich wie „Kick it like Beckham 2“, vom Skript abzuhängen.

Millenial-Remakes im Überblick

  • Mean Girls (25. Januar 2024)
  • Freakier Friday (5. August 2025)
  • Der Teufel trägt Prada 2 (2026, 1. Mai 2026)
  • Elle (Sommer 2026)
  • Liebe braucht keine Ferien (voraussichtlich 1. Hälfte 2026)
  • Plötzlich Prinzessin 3 (voraussichtlich 2. Hälfte 2026)
  • One Tree Hill – Die nächste Generation (voraussichtlich 1. Hälfte 2027)
  • Kick It Like Beckham 2 (voraussichtlich 2. Hälfte 2027)

Ihr merkt meiner Auswahl sicher an: Ich habe mich auf die Filme konzentriert, die meine Freundinnen und mich in den 00er-Jahren interessiert haben. Es gibt natürlich noch viele weitere Reboots, von „Shrek“ über „Lilo & Stitch“ bis „Jurassic World“. Das sind aber nicht diese ikonischen Filme, die uns als weibliche Teenager geprägt haben und wir teils immer noch anschauen.

Das Geschäft mit der Millennial-Nostalgie

Schild an einem Zimmer mit Girls Club
Wie Türschilder auf Jugendfreizeit 2004 so aussahen

Der Y2K-Style begleitet uns in der Modewelt jetzt schon einige Jahre – bis er Hollywood erreicht hat, hat es etwas länger gedauert. Doch jetzt ist das Geschäft mit der Millenial-Nostalgie so richtig ins Laufen gekommen. Studios setzen bei Reboots auf Sicherheit: Sie wissen, Nostalgie verkauft sich. Und wir kaufen sie gern. Nur zu willig sind wir, für ein paar wohlig-warme Stunden Entertainment Geld auszugeben. Für ein Gefühl der Sicherheit. Für ein Throwback in eine scheinbar einfachere Zeit, wo man sich nicht 24/7 mit irgendwelchen Krisen beschäftigt hat. Vielleicht auch für ein gemeinsames Erlebnis mit den eigenen Kindern.

Mir persönlich sind dabei Sequels lieber als Reboots. Denn mich interessiert auch 20 Jahre später noch, wie sich das Leben von meinen früheren Lieblingscharakteren weiterentwickelt hat. Falle ich damit total auf die Cashgrab-Strategie der Hollywood-Konzerne rein? Ja. Stört es mich? Nein. Ich feiere einfach zu sehr, wenn Lindsay Lohan auf dem Roten Teppich ein Outfit aus „Zwilling kommt selten allein“ neu interpretiert oder Anne Hathaway wieder gestresst durch Manhattan hetzt.

Welches Revival werdet ihr euch anschauen?

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