The way you stick out your lips and keep your hand on your hips

Maxïmo Park – The National Health (Review)

The National HealthDie Promomaschine läuft auf Hochtouren, das Cover ist kreischend pink – Maxïmo Park haben ein neues Album herausgebracht und jeder soll es mitkriegen. Für „The National Health“ brauchten die Briten drei lange Jahre – aus Angst vor einem Burnout und mangelnder Kreativität. Nun gut, das Burnout ist ausgeblieben. Die Kreativität allerdings ebenfalls.

Klar, Maxïmo Park waren sowieso nie sonderlich einfallsreich. Paul Smiths außergewöhnliche Stimme und gradlinige Melodien inklusive eingängiger Refrains bildeten das offensichtliche Erfolgsrezept. Nichts mit intelligenten Lyrics und erst recht keine beeindruckende musikalische Kompetenz. Mit diesem vierten Album wird jedoch klar, dass eine solche Masche nicht mehr zieht. Maxïmo Park machen  auf „The National Health“ keinen Spaß mehr. Das liegt zum einen an Liedern, die nicht verstörender, langweiliger und nerviger sein könnten („Banlieue“). Zum anderen an lyrisch einseitigen Songs wie „Hips & Lips“, welche natürlich zeitgleich ebenso verstörend, langweilig und nervig sind wie der Rest (the way you stick out your lips / and keep your hand on your hips / and i’m supposed to know / what that means). Smith meinte mal, vor der Bandgründung habe er gar nicht gewusst, dass er singen kann. „The National Health“ sollte eigentlich wieder Grund genug für Zweifel an seiner Sangeskunst geben. Da gruselt‘s einem im Ohr.

Selbst akzeptable Songs wie „Write this down“ oder „Unfamiliar Places“ können  nichts mehr retten. Dieses „Comeback“ hätte man sich sparen können.

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