Fame can be found behind any door. You just have to know where to look for it.

Review: Lauren Conrad – The Fame Game

Lauren Conrad hat dieses „Erfolgreich werden“ ziemlich drauf. Erst spielt sie die Hauptrolle in der Realityserie „Laguna Beach“ bzw. im Spin-Off „The Hills“, dann widmet sie sich erfolgreich der Kreation unterschiedlicher Modelinien und Romane. Ihre Bestseller handeln von den zwei Themen von denen sie am meisten weiß: Makeup und Reality TV. Nur die Bücherreihen über die spezielle Art von Fernsehproduktion können das Interesse über den Klappentext hinaus halten und ihre „L.A. Candy“-Reihe war letztendlich auch tatsächlich gut zu lesen. Das Leben der Reichen, Schönen und Wannabe-Reichen und Schönen sowie Hintergrundinformationen über die Entstehung von teil-gescriptetem Reality TV machten den Reiz aus.

Nun ist mit „The Fame Game“ der erste Teil von Conrads neuer Trilogie erschienen. Er handelt – natürlich – vom Dreh für eine Reality Fernsehserie. Diesmal fokussiert sich die Serie, und demnach auch das Buch, jedoch nicht auf das Leben vier mehr oder weniger „normaler“ Mädchen in Los Angeles, sondern auf vier Mädchen, die sich von der Hollywood Metropole vor allen Dingen eines erhoffen: Berühmtheit. Die reiche Superzicke mit Trailerpark-Vergangenheit, Madison Parker, und das neuerdings mager­süchtige Dummchen Gaby kennt man schon aus „L.A. Candy“, Carmen als „reiche Tochter von Beruf“ und Kate mit ihrem SingerSongwriter-Traum sind die beiden neuen Charaktere. Der Leser bekommt demnach also Einblick in das Leben der Erfolgsanwärterinnen, welches durch den Dreh von „Fame Game“ einen völlig neuen Touch bekommt: So gut wie jeder Tag ist im Voraus festgelegt, Unterhaltungen werden per SMS in eine fernsehtaugliche Richtung gelenkt, Romanzen müssen verschwiegen werden, weil der Partner nicht gefilmt werden will und auch Freundschaften sind nur noch schwer einzuschätzen. Ist Carmen wirklich Kates Freundin, oder spinnt sie hinterrücks irgendeine Intrige? Wieso ist Madison auf einmal so nett? Und wer von ihnen ist jetzt eigentlich mit Luke zusammen? Die Mädchen wissen irgendwann gar nicht mehr, was real und was ausgedacht ist.

Im Prinzip könnte „The Fame Game“ als kurzes „Mädchen-Mädchen“-Buch für zwischendurch einigermaßen funktionieren. Hat man das Buch eh nur gelesen, um herauszufinden, was bei Lauren Conrads gefilmten Leben alles echt war, so weiß man nach den 352 Seiten auch definitiv mehr. Mit dem Vorwissen von „L.A. Candy“ und der daraus begründeten Hoffnung, dass das Ruhmesspiel die bessere Variante vom Vorgänger sein könnte, wird man allerdings absolut enttäuscht. Der Handlungsbogen ist einfach zu dünn gestrickt. Lässt man die Geschichte Revue passieren, so ist im Grunde nicht groß etwas geschehen. Mit den Charakteren fiebert man auch nur hin und wieder mit, denn alle Mädchen sind auf irgendeine Art und Weise unsympathisch und hinterlistig. Sie verhalten sich oft nicht nachvollziehbar, was schon allein daraus geschuldet ist, dass wir nur begrenzt Einblick in ihre Gedanken bekommen. Das einzig Interessante ist der Cliffhanger am Ende – der mit Sicherheit auch im zweiten Teil nicht komplett beantwortet wird. Also fangt lieber gar nicht mit der Romanreihe an.

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