Random facts about working

arbeitsplatzMeine Hassaussage dieser Tage lautet „Aber es ist ja zum Glück nur eine kurze Woche“ von gefühlt allen meinen Freunden aus NRW. Sechs bzw. acht Bundesländer zelebrieren schließlich am Donnerstag Fronleichnam, während man sich als Berliner schon lange damit abfinden musste, dass Pfingstmontag der letzte Feiertag bis Weihnachten sein wird – Tag der deutschen Einheit zählt nicht, ist dieses Jahr nämlich ein Samstag. Ich nehme dieses unglückliche Schicksal zum Anlass, mal ein paar random Facts zum (inter-)nationalen Arbeitsleben zu sammeln.

  • Bayern führt demnach – natürlich – die Tabelle an, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig Holstein teilen sich den letzten Platz. International sind die Zahlen ähnlich: Australier und Briten haben zum Beispiel nur 8 mal zusätzlich frei, Österreich kommt auf 13 Feiertage, Spanien auf 14, Japan auf 16 (!).
  • Gesetzlich geregelt hat man in Deutschland Anspruch auf 24 Urlaubstage, Beamte und anderweitig Begünstigte kommen aber gern mal auf 30. Im internationalen Vergleich „gewinnen“ die Brasilianer mit 30 Urlaubs- und 11 Feiertagen. Finnland und Frankreich folgen kurz darauf mit 30 Urlaubs- und 10 Feiertagen. In Kanada und China muss man sich mit 10 Urlaubstagen begnügen, als Amerikaner ist man noch ärmer dran. Im „Land der Möglichkeiten“ gibt es nämlich überhaupt gar keinen gesetzlich geregelten Urlaub und auch nur 10 Feiertage. Na herzlichen Glückwunsch! (Eine komplette Übersicht von Mercer gibt’s hier)
  • Die tatsächliche Durchschnittswochenarbeitszeit aller 18 Staaten der Euro-Zone liegt laut Eurostat bei 41,3 Stunden. In Griechenland wird am meisten gearbeitet (44,1), es folgen Österreich (43,1) und Portugal (42,7). Die Deutschen machen zwar die meisten Überstunden, kommen aber dennoch „nur“auf 41,7 Wochenstunden. Finnen sind europaweit wieder mit am besten dran, denn sie arbeiten mit durchschnittlich 40 Stunden am wenigsten.

Habt ihr noch irgendwelche Random Facts auf Lager?

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7 Kommentare

  1. 3. Juni 2015 / 8:30

    Da sieht man mal, dass ein bisschen mehr freie Tage der Wirtschaft auch nicht schaden -ich bin für mehr Feiertage in allen Bundesländern – und der Welt ;-) Viele Grüße aus Bayern – dieses Jahr ist ab morgen aber auch der letzte hier – weil der 15.08. der 3.10. und der 1.11. alle auf Wes fallen…die Kurzwochenansagen im Radio nerven mich aber auch – habe zwar morgen frei – aber am Freitag keinen Brückentag sondern gehe brav ins Büro.

    • 3. Juni 2015 / 17:50

      Ah, na siehste, worauf die anderen Feiertage fallen hab ich als Berlinerin natürlich gar nicht nachgeschaut :D am Freitag ist es bei dir dann wenigstens ruhig im Büro!

  2. 3. Juni 2015 / 10:48

    Ich habe sogar 36 Tage Urlaub im Jahr und das obwohl es nur ein Nebenjob ist. Tarifvertrag lässt grüßen.

  3. 4. Juni 2015 / 15:48

    Da sieht man mal sehr eindrücklich, dass die geregelte Arbeitszeit nur wenig mit dem produktiven Ergebnis zu tun hat. Wer mehr Zeit im Büro verbringt, arbeitet nicht zwangsläufig mehr als derjenige, der 30 Urlaubstage hat. Deshalb bin ich schon lange gegen geregelte Arbeitszeiten und für ergebnisorientiertes Arbeiten. Viele Arbeitnehmer (und nicht immer nur die Arbeitgeber!) wollen aber einen festen Rahmen. Deshalb wird sich so schnell daran nichts ändern, jedenfalls nicht in Festanstellungsverhältnissen.

    • 4. Juni 2015 / 18:23

      Dann würden manche Arbeitgeber aber vermutlich auch das Ganze ausnutzen nach dem Motto „Es gibt immer was zu tun“…

  4. 6. Juni 2015 / 12:01

    30 Tage Urlaub im Jahr und das seit Jahren schon! Kein Beamter – und ich fühle mich auch sonst nicht begünstigt – aber hey, 30 Tage!

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