Before the death of all hearts, when all love will cease, the hope is saving

Das von mir so sehnsüchtig erwartete Album ist da.

Review zu Birds In Row – You, Me And The Violence

Birds In Row – You, Me And The Violence CoverViel zu oft wird eine Band auf die Nation reduziert, aus der sie stammt. Dabei ist es bei BIRDS IN ROW völlig irrelevant, ob die drei Jungs aus Frankreich, Finnland oder Fidschi kommen. Spätestens seit ihrem Plattenvertrag mit Deathwish Inc. kennt man die Franzosen auch außerhalb ihrer Heimat und mit ihrem neuen Album „You, Me And The Violence“ dürften sie der ganzen Hardcorewelt ein Begriff werden. Dabei ist die CD optisch erst einmal super unspektakulär: das Cover ziert ein schwarz-weißer, halb verschwommener Ausschnitt irgendeiner tätowierten Person. Auffallen muss die Band mit ihrer Musik. Und das tut sie.

„Bastard, fucking Bastard!“ – schon der Opener „Pilori“ macht klar, wo die musikalische Reise hingeht. Das prägnante Schlagzeug, schnelle Riffs, Verbitterung und Verzweiflung sind nicht erst seit neuestem die Markenzeichen der Band. So hassen BIRDS IN ROW die Welt auch im weiteren Verlauf des 35-Minuten-Players. Langweilig wird es dabei nie. Sänger Bart Hirigoyen überschlägt sich fast beim Vortragen seiner düsteren Lyrics, es gibt Metallastiges („There is only one chair in this room“) und klassische Hardcore-Hasstiraden („Cold War Everyday“). Das in der Mitte positionierte „Last Last Chance“ bildet mit seinen zaghaften Gitarren und dem langsamem Gesang den Klimax der lyrischen Ausweglosigkeit und den Höhepunkt des Albums. Knapp gefolgt vom Titeltrack „You, Me And The Violence“, welcher nach Minuten der Bedrücktheit tatsächlich etwas Hoffnung  schürt („Before the death of all hearts, when all love will cease, the hope is saving“). Zum Schluss dann noch das gewöhnungsbedürftige „Lovers have their say“. Ob ein knapp 13 Minuten langes, experimentelles Gitarren-Epos wirklich sein musste, ist debattierbar, zumindest kann man der Band aber nun erst recht keine Einfallslosigkeit mehr vorwerfen.

Man kann BIRDS IN ROW eigentlich gar nichts vorwerfen. Mit „You, Me And The Violence“ spielt das Trio ganz oben mit. Das werden auch die Amis einsehen.

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