1 word. 3 letters. YES!

Nachdem ich gestern teilweise geschockt, teilweise enttäuscht vom Dexter Staffelfinale war, ging es heute direkt an die Upper East Side zum lieben Gossip Girl. Nicht nur das Finale der sechsten Staffel, sondern auch das Ende der kompletten Serie lief in der Nacht von Montag auf Dienstag. Ich war trotz der durchwachsenen letzten Storylines ziemlich gespannt und ließ heute Morgen nach dem Aufwachen direkt die Folge laden. Es ist echt ein bisschen komisch, wenn eine TV Show endet, die man über so viele Jahre verfolgt, verschmäht und gemocht hat (in Tumblr-Sprech wohl #feelings #somanyfeelings).

++++ Achtung, Spoiler! ++++

Jetzt sechs Staffeln zusammenzufassen, macht absolut keinen Sinn, also beschränke ich mich auf …

1. Liebe

Wie bei ungefähr allen Dramaserien, die sich um einen gewissen Kreis von Charakteren drehen, ist es irgendwann nur noch verwirrend, wenn man darüber nachdenkt, wer eigentlich wann mit wem zusammen war bzw. geschlafen hat. Das war bei Gossip Girl wohl noch etwas extremer, mit all den „schemes“ und Geheimnissen im Hintergrund. Bedenkt nur einmal folgende tumblr-Liste der „overlapping lovers“…

Blair – Nate, Chuck, Dan
Serena – Nate, Dan, Steven
Chuck – Blair, Vanessa, Jenny
Nate – Serena, Blair, Jenny, Lola, Ivy, Vanessa, Sage
Dan – Vanessa, Serena, Blair, Ivy
Rufus – Lily, Ivy
Jenny – Chuck, Nate
Vanessa – Chuck, Nate, Dan
Lily – Rufus, William, Steven
Ivy – Dan, Nate, William, Rufus

Nichtsdestotrotz haben sich in den letzten Staffeln Paarungen heraus kristallisiert, die es wert waren, weiter verfolgt zu werden. Die größte Fanbase hatten wohl „Chair“ und so ist es (Gott sei Dank!) nicht verwunderlich, dass die beiden tatsächlich und letztendlich zusammen sind. Wie man schon im Voraus auf zahlreichen Episodenfotos sehen konnte, heiraten Chuck und Blair. Erst im Finale wurde aber klar, wieso genau in diesem Moment: Nur mit einer Heirat kann sich Blair davor schützen, im Bart Bass Fall gegen Chuck vor Gericht auszusagen. Natürlich konnten die Schreiber das Drehbuch aber so hinbasteln, dass die Hochzeit trotzdem aus Liebe geschah, insbesondere dank der „in 5 Jahren“-Sequenz, wo die beiden zusammenwohnen und sogar einen kleinen Sohn haben.



Nicht ganz so vorhersehbar war das „Endgame“ von Serena. Viele trauern noch immer „Serenate“ hinterher; Nate hat letzten Endes allerdings nur Glück im Spiel und nicht in der Liebe. Bleibt also nur eine mögliche Person des Kerns übrig: Dan. Erst in den letzten Folgen hatten Serena und „lonely boy“ wieder miteinander angebandelt, sodass ihre Heirat in der Zukunft doch etwas unerwartet war. Natürlich ist es so nicht möglich / zumindest merkwürdig, wenn sich ihre Eltern Rufus und Lily ebenfalls wieder aufraffen würden und so endet Rufus mit einer Sängerin und Lily mit einem ihrer zahlreichen Ex-Männer: Serenas Vater William. Naja.




Mein neues Lieblingspärchen dürften Georgina und Jack Bass gewesen sein. Absolut überraschend und doch so passend. Die beiden waren immer die treibenden Kräfte im Hintergrund und durften im Finale endlich mal ihre sympathische Seite zeigen. Netter „Sidekick“.

2. Die Identität von Gossip Girl

Es wurden so viele Personen als Gossip Girl gehandelt und die Drehbuchschreiber hatten sichtlichen Spaß daran, in der letzten Folge mit all den „Verdächtigen“ zu spielen. Letztendlich war es Dan, der schreibtalentierte Outsider, der unbedingt zur Upper Class dazugehören wollte und in Serena seine Muse fand.




Natürlich suchen schon alle Fans nach den „Plot Holes“  und klar, es dürfte einige geben, nichtsdestotrotz war es wohl eine der wenigen denkbaren Lösungen. Abgesehen von Dorota natürlich.

Ich verstehe noch nicht ganz, was uns diese kurze Sequenz mit Rachel Bilson und Kristen Bell, dem Voice-Over von Gossip Girl, sagen soll. Heißt das, Dan ist doch nur teilweise Gossip Girl? Hilft Kristen einem neuen Outsider, Gossip Girl wiederzubeleben?

Genausowenig verstehe ich was Jenny mit dem Ganzen zu tun hat, ich gehe einfach mal davon aus, dass sie von Dans Doppelrolle wusste. Das Ausscheiden von Taylor Momsen aus der Serie war ja schon immer etwas holprig.

3. Persönliches Fazit

Mir ging Gossip Girl in den letzten Monaten bzw. Jahren öfters auf den Geist. Ob Blairs schreckliche Liaison mit Louis oder der erst in der vorletzten Folge gezeigte lächerliche Tod von Bart, es war immer mal wieder offensichtlich, dass die Drehbuchschreiber am Ende ihrer Kreativität angelangt waren. Umso schöner ist es, dass das Finale alles in allem eine runde Sache war. Es wurde sich endlich wieder vornehmlich auf die Kerngruppe konzentriert und dank geschickter Sequenzen gezeigt, was in Zukunft passieren wird. Das ging zwischendurch schon ein bisschen schnell; man hat gemerkt, dass die Produzenten wegen Hurricane Sandy eine Folge weniger zur Verfügung hatten und verzweifelt versuchten, alle Gastdarsteller unterzubringen. Trotzdem ist nun klar, wer mit wem zusammen sein wird und das war schon immer das Wichtigste an dieser Serie. Dass wir gleichzeitig auch noch wissen, wer Gossip Girl ist, ist dabei eigentlich nebensächlich. Für die Hauptcharaktere ist diese Ära nun sowieso vorbei, es sind Familie und Freunde die jetzt in ihrem Leben den Ton angeben. Und das ist die Hauptsache, oder?

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