Herbstfavoriten von Metal bis Dreampop

Seit Juni habe ich auf diesem Blog nicht mehr über Musik geschrieben und bisher hatte ich auch nicht das Bedürfnis dazu (für Stageload war ich zumindest noch auf dem Lollapalooza). Doch nun ist Herbst und der Herbst ist bekanntermaßen die Zeit der Album-Releases samt dazugehöriger Shows. Dementsprechend oft tingele ich durch Berlins Konzertlocations und weiß auf dem Weg dorthin gar nicht, was ich als erstes hören soll. In Vorbereitung auf den Jahresrückblick – die Zeit rast – habe ich euch schon einmal meine Favoriten der letzten fünf Monate zusammengefasst. Auf dass das nächste Mal nicht so lang auf sich warten lässt!

Neu erschienen & für gut befunden

Converge – The Dusk in Us

Genre: Hardcore / Metal
Anspieltipps: Under Duress / The Dusk in Us

Bei Converge hätte es schon gereicht, einfach ihre einzigartige Metal-Hardcore-Mischung weiterzuführen. Das Wasser reichen kann ihnen in dem Bereich ja sowieso niemand. „The Dusk in Us“ ist aber nochmal ein Schritt nach vorn. Was ein Brett! So im Converge-Modus war ich seit “Axe to Fall” (2009) nicht mehr.

Iron Chic – You Can’t Stay Here

Genre: Punkrock
Anspieltipps: Ruinous Calmity / Let’s. Get. Dangerous.

Von der neuen Iron Chic Platte habe ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet – in der Annahme, dass ihr catchy Punkrock irgendwann auserzählt ist und „You Can’t Stay Here“ nicht an die alten Werke herankommt. Es gibt auf dem neuen Album aber doch ein paar überraschende Twists and Turns sowie die ein oder andere Hymne, die live sicherlich zünden wird. Juchu!

Julien Baker – Turn Out the Lights

Genre: Singer Songwriter
Anspieltipps: Sour Breath / Claws in Your Back

Mir gehen Julien Bakers schwermütige Songs doch immer sehr nahe, drum reichte mir eigentlich ihr Debütalbum an Pathos. „Turn Out The Lights“ ist aber doch so stark geworden, dass „Sprained Ankle“ fürs Erste abgelöst wurde. Genau das Richtige für regnerische Herbstabende.

The National – Sleep Well Beast

Genre: Indie
Anspieltipps: Nobody Else Will Be There / Empire Line

The National mauserten sich über die Jahre zu einer meiner Lieblingsbands. Nicht mal unbedingt live, da tatsächlich eher nicht, aber die Alben höre ich in aller Regelmäßigkeit. Meine Lieblingsplatte ist nicht wie bei den meisten „High Violet“ (2010), sondern „Trouble Will Find Me“ (2013). Mit der Neuerscheinung „Sleep Well Beast“ wurde ich erst gar nicht warm. Und wären es nicht The National gewesen, hätte ich das Album direkt verschmäht. „Sleep Well Beast“ durfte also ein paar Extrarunden drehen und tatsächlich, es ist ein Grower, wie er im Buche steht. Danke an meinen Stageload-Kollegen Benjamin an dieser Stelle, der mich gedrängt hat, weiterzuhören.

Gut “Neu erschienen” stimmt bei den nächsten Platten nur bedingt, aber die beiden Alben sind so gut, dass ich sie nach der langen musikalischen Blog-Auszeit erwähnen muss.

Casper – Lang lebe der Tod

Genre: Rap / Alternative
Anspieltipps: Flackern, Flimmern / Keine Angst (feat. Drangsal)

Casper hab ich eigentlich nicht mehr wirklich gehört, nachdem seine Karriere mit „xoxo“ durch die Decke ging (ja, da war ich mal einmal der Zeit voraus). Dann kam Anfang September „Lang lebe der Tod raus“ und ich war wieder so begeistert wie 2010. Die lang erwartete Platte ist deutlich abwechslungsreicher und emotionaler als der Vorgänger „Hinterland“ (2013). Dazu auch live ein Erlebnis: Ich war bei bei #catchcasper3 dabei und erlebte eine große Party im Berliner Silent Green. Gerade ist der Rapper auf großer Releasetour, geht mal hin!

Lorde – Melodrama

Genre: Synthie Pop
Anspieltipps: Writer in the dark, Liability, Sober

Oh, Lorde! Wie oft habe ich „Melodrama“ schon gehört. Man mag meinen, dass ich dir zwischen Juni und November irgendwann überdrüssig werden würde, aber nein, dein zweites Album macht immer noch Spaß. Und seit dem Konzert im Tempodrom vor ein paar Wochen noch ein bisschen mehr. Jetzt müsste mir nur noch jemand verraten, ob die Vinyl-Version, die nächste Woche erscheint, in verschiedenen Varianten erhältlich ist und wo ich entsprechend am besten preordern sollte.

Neu entdeckt & hängen geblieben

Diese Unterkategorie nutze ich für alle Songs und Alben, die a) schon etwas älter sind, ich aber noch nicht kannte oder b) plötzlich wieder häufiger gehört habe. Gern auch c) Lieder, die für sich allein stehen und bei denen ich das dazugehörige Album nicht unbedingt beachte. Ein bisschen so, wie ich ursprünglich den „Tune of the week“ aufgezogen habe – nur eben nicht mehr wöchentlich.

Sometree – Hands and Arrows

Zugegeben, mir sagten Sometree genau gar nichts, bis sie irgendwann auf unserer Anlage liefen (und weil das jetzt schon ein bisschen länger her ist, weiß ich nicht mehr, wieso). Wie auch immer, ich hab mich auch nicht weiter mit der Band auseinander gesetzt. Aber „Hands and Arrows“ ist ein Postrock-Hit! Und ich mag Postrock normalerweise nicht sonderlich.

Zudem haben es zwei Songs in die Liste geschafft, die ich durch Serien kennengelernt habe:

Low – Especially Me (aus Orange is the new black)

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=gBtJpVY7NkE

Dean Lewis – Waves (aus Suits)

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=CwdQpf6Vv1Q

Das wär’s für heute, ich hoffe, ihr habt das ein oder andere für euch gefunden :)

Teilen:

7 Kommentare

  1. 7. November 2017 / 22:01

    Ha, von The National live war ich auch nicht so richtig überzeugt, obwohl ich deren Alben sehr gerne höre. Und auch das aktuelle ist gut, tatsächlich auch stellenweise mal etwas lebhafter, als die alten.

    Iron Chic gefällt mir – nicht mal den Namen hatte ich vorher gehört.

    • 8. November 2017 / 21:29

      Dann schau dir Iron Chic bei Gelegenheit unbedingt mal live an – die spielen immer in sehr kleinen Schuppen und die Stimmung ist spitze. War dieses Jahr auch wieder mit die beste Show und dabei kam es nicht mal an ihren Highlightauftritt von vor paar Jahren dran ;)

  2. 13. November 2017 / 22:21

    Gönn dir Mal bitte Pale Waves. Die haben zwar nur zwei Songs bisher, aber meine Güte…die waren so schön, dass ich da einfach trotzdem zum Konzert musste.

    • 16. November 2017 / 21:06

      Und, war’s gut? Ich wurde dazu eingeladen, aber mir hat der Bandname nix gesagt (und ich war nicht in Berlin zu dem Zeitpunkt). Direkt mal auschecken!

  3. 10. Januar 2018 / 17:40

    Lange ist’s her das ich war.

    Aber Musik ist immer gut. National sowieso. Danke für Dean Lewis und Low. <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Etwas suchen?