What to do in Leipzig

IMG_20140823_105132Als ich nach Berlin gezogen bin, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, dass ich von nun an am komplett anderen Ende von Deutschland lebe und daher einige gewohnte Distanzen weiter und manch andere kürzer sind. Es machte nicht sonderlich viel Sinn, dass ich ständig zurück in den Westen fuhr oder in Belgien ein Festival besuchte, wo es hier doch reihenweise Städte gab, die ich noch nie gesehen hatte. Damit sich das etwas ändert, nutzte ich einen schönen Augustsamstag für die Erkundung von Leipzig. Meine Vorbereitung beschränkte sich auf die Buchung einer Fernbus-Hinfahrt (8 Euro!), das Lesen der 11 Tipps von „Mit Vergnügen“ sowie das Ausdrucken eines wundervoll aufbereiteten Tagesplans einer Freundin, die mir die perfekte „To Do Liste“ für den Tag bescherte.

IMG_20140823_105348Um kurz nach zehn in Leipzig angekommen, ging es schnurstracks zum „LUKAS“-Bäcker an der Oper, der mich mit seinem „Paprikabriegel“ vollends überzeugte. Bei sowas sind Empfehlungen echt was wert, der Typ vor mir an der Frühstückstheke wählte nämlich orientierungslos „ach einfach so’n normales Brötchen“.

IMAG5285Gestärkt sollte nun die Innenstadt erkundet werden, die für Berliner Verhältnisse so klein (und sauber und ruhig) ist, dass ich direkt an der Hauptattraktion, der Nikolaikirche, vorbeilief und dies erst bei der Thomaskirche (aka dem Ende der Innenstadt) merkte. Nun denn, so hatte ich Gelegenheit, mir das Grab von Bach anzuschauen. Apropos Bach, die Stadt ist eine sehr musikalische, zumindest haben es die Straßenmusiker dort echt drauf! Gerade die Musiker vor der Nikolaikirche, Neva Brass aus St. Petersburg, hatten es mir echt angetan. Auch die Kirche sagte mir zu und mich berührte die Friedensausstellung zum 1. Weltkrieg im Foyer. Nach dem Lesen der Zeitzeugenzitate lief ich weiter zum Markt und durch die Shoppinggassen. Ich genoss das gemütliche Flair und fühlte mich sehr an meine Unistadt Bonn erinnert.

Weil nur Innenstadt natürlich nicht ausreicht, um eine Stadt zu erkunden, ging es mit der Bahn nach Connewitz, welches mir vorher nur durch UT Connewitz, einen Konzertladen, ein Begriff war. Hier, im „alternativeren“ Teil sollte ich das deli testen, einen veganen Burgerladen. Brav befolgte ich diese Anweisung, hätte aber vielleicht doch lieber nur Kuchen wählen sollen, denn ich war einfach noch viel zu satt. Immerhin hatte ich mittlerweile Gesellschaft, die mir beim Vertilgen der Pommes helfen konnte.

IMG_20140823_154316Zusammen flanierten wir die Karl-Liebknecht-Straße („Karli“) entlang, die nur vor Bars strotzt, tagsüber aber wenig Eindruck macht. Da gefiel mir der Clara-Zetkin-Park mit seinem Karl-Heine-Kanal, der bunt bemalten Brücke und dem Eiswagen wesentlich besser.

IMAG5304Beeindruckend war dann der letzte Stopp meines kurzen Tripps: das Völkerschlachtdenkmal. Woah, war das riesig! Den Ausblick von oben fand ich langweilig, aber das Gebäude an sich hat mich echt fasziniert. Ich kam mir vor wie bei „Game Of Thrones“. Allein dafür hätte sich der Ausflug nach Leipzig gelohnt, doch auch generell kann ich sagen, dass ich die kleine Ossi-Stadt in der kurzen Zeit lieb gewonnen habe. Nur an den Dialekt, an den würde ich mich nicht so schnell gewöhnen ;)

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10 Kommentare

  1. ms
    28. August 2014 / 23:08

    Sehr schöner Text! -;

  2. 14. September 2014 / 16:40

    Das vorstehsch gar ni, dor Dialekkt is doch voll eefach zu vorschtehn, no? :-D

    Aber es ist toll, dass du so einen tollen Tag hattest. Leipzig ist schon ein kleines Kleinod. :-)

      • 14. September 2014 / 16:48

        Das kann ich nachvollziehen. Als Sachse ist man irgendwie schon mit so einem starken Dialekt aufgewachsen, dass einem das Verstehen bei anderen leichter macht. Welchen Dialekt ich auch sehr gerne mag ist Schwäbisch. Soo knuffig. :-D

        • 14. September 2014 / 16:52

          Haha, das passt, dass der Sachse (von vielen als „zweitschlimmster Dialekt“ betitelt) den Erzfeind im Dialekt-Ranking gut findet :D

  3. 14. September 2014 / 21:24

    Ich gehöre auch zu denen, die diesen nicht so besonders schönen Dialekt sprechen … :) Ich mag Leipzig! Für mich geht es dahin meist zum Einkaufen oder an die umliegenden Seen, die sind auch toll!

      • 14. September 2014 / 21:54

        Noch kurz zum Thema Ital-Deisgn und die Rücksendekosten: Wenn die Ware der Rücksendung mindestens 40 € beträgt, werden die Kosten übernommen. So war es zumindest bei mir immer.

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