10 Tipps für einen Aufstieg auf den Adam’s Peak, Sri Lanka

Adams-Peak-Sri-Lanka-Abstieg1.100 Höhenmeter, 11.158 Stufen, 14 km. Das erwartet euch bei einer Wanderung auf den Adam’s Peak, den bekanntesten Pilgerberg Sri Lankas. Der Auf- und Abstieg ist beschwerlich, doch wiegen die Aussicht, das Gruppenerlebnis und der Stolz auf das Geschaffte jegliche Strapazen auf und machen die Wanderung zu einem der besten Erlebnisse einer Sri-Lanka-Rundreise.

Der Adam’s Peak wird im Volksmund auch Sri Pada genannt, aufgrund einer Felsen- Vertiefung in Nähe des Gipfels, die als Fußabdruck des Buddha gedeutet wird. Der Aufstieg auf den zweithöchsten Berg des Landes kann sowohl von Nallathanniya (Englisch: Delhouse) als auch Ratnapura erfolgen, wobei letztere Strecke doppelt so lang und nicht beleuchtet ist.

Die Pilgersaison geht von Dezember bis Mai, da die Wanderung in der Monsunsaison zu gefährlich ist. Die meisten entscheiden sich für einen nächtlichen Aufstieg, um die Tageshitze zu meiden und den Sonnenaufgang zu sehen. Auch wird der Abstieg so interessanter, weil es im Hellen viel Neues zu entdecken gibt.

Im Folgenden gebe ich euch zehn Tipps für eine gelungene Wanderung auf den Adam’s Peak:

1) Nicht am Wochenende oder an Feiertagen den Berg besteigen – da sind die Einheimischen unterwegs und somit wird es deutlich voller.

2) In Nallathanniya nächtigen – näher kommt ihr dem Adam’s Peak nicht. Die Stadt ist im 15-Minuten-Takt per Bus von der Bahnstation Hatton zu erreichen. Sehr zu empfehlen: die Unterkunft Vegetable Garden. Das dortige Frühstück war das Beste unserer Reise.

3) Den Vortag so entspannt wie möglich gestalten, zeitig zu Abend essen und früh schlafen gehen. Ein paar Stunden Schlaf sind Gold wert für den Aufstieg.Adam's Peak Sri Lanka Abstieg

4) Um 2.30 Uhr im Dorf starten. Bei mittelmäßiger Fitness habt ihr so genug Zeit, noch vor dem Sonnenaufgang anzukommen.

5) Nicht stressen lassen! Geht den Weg in eurem eigenen Tempo und gönnt euch genug Pausen. Ihr werdet schnell merken, dass fast niemand die Treppen wie ein Supersportler erklimmt.

6) Warm einpacken! Zu Beginn des Weges und auf dem Gipfel wird es frisch sein. Eine lange Trekkinghose, T-Shirt, Cardigan, Schal, Fleece- und Regenjacke mit Kapuze haben sich im Sinne des Zwiebellooks bewährt.

7) Nur das Nötigste mitnehmen! Essen und Trinken kann an diversen Ständen gekauft werden und eine Taschenlampe ist ebenfalls nicht notwendig – der komplette Weg wird von Laternen beleuchtet.

8) Dicke Socken anziehen! Oben auf dem Gipfel müsst ihr die Schuhe ausziehen, wie es für buddhistische Tempelstätten üblich ist. Die Fliesen sind um 5 Uhr morgens ganz schön kalt…

9) An einem windstillen Fleckchen auf den Sonnenaufgang warten und kurz vorher zurück zum „Hatton-Eingang“ gehen, um die beste Sicht auf das Naturspektakel zu haben. Beim Abstieg auch unbedingt drauf achten, dass ihr diese Treppe wieder heruntersteigt – nicht, dass ihr auf dem Ratnapura-Weg landet!

10) Einen Abstecher zur westlichen Seite machen, dort spiegelt sich der Schatten des Bergs im Nebel.

Adams-Peak-Sri-Lanka-SonnenaufgangFreut euch nach dem Abstieg auf eine warme Dusche und ein festliches Frühstück, das ihr euch selten mehr verdient habt. Wann hat man um 8.30 Uhr schon einmal 14 Kilometer hinter sich? Um die Mittagszeit könnt ihr dann den Zug zu eurer nächsten Destination im zentralen Hochland nehmen. Nehmt euch aber auch für diesen Tag nicht zu viel vor, die Gummibeinchen vom Abstieg werden euch noch etwas begleiten.

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