10 Jahre Morgen wird Gestern

Blogjubiläum 10 Jahre Morgen wird GesternHeute vor zehn Jahren veröffentlichte ich den ersten Blogbeitrag. 2012, da waren Bubble Tea und Spotify gerade erst in Deutschland angekommen, Instagram ging für Android-User an den Start, One Tree Hill feierte Serienfinale und Labels entdeckten „Grunge“ als Modestil. „Morgen wird Gestern“ drehte sich um genau diese Trends und so war ich während des Studiums fleißig, haute fast täglich einen Beitrag raus und bloggte hin und wieder sogar mobil. Blogbeiträge durften damals per definitionem kurz und knackig sein und waren mit 250 Zeichen häufig kürzer als die meisten Tweets heute. Verlinkungen und Kommentare galten als „Währung“ des Erfolgs, um SEO scherte sich noch niemand– meine Headlines waren jahrelang englische Zitate, ein eigenes Hosting samt Domain gab’s auch erst 2014.

Als der Berufsalltag stressiger und die Menge an Content im Netz überwältigender wurden, verringerte ich die Frequenz auf ein bis zwei Veröffentlichungen pro Woche und meine Beiträge wurden persönlicher, da ich es schließlich nicht mehr schaffte, schnell genug für jeden Trend zu sein. 2017 ging mir die Lust aufs Schreiben fast vollständig aus, ich machte zwei Monate Pause und änderte die Ausrichtung dieses Blogs, konzentrierte mich fortan auf Inhalte mit Ratgeberfokus.

Bloggen ohne Druck

Fünf Jahre später bin ich noch immer glücklich mit dieser Strategie, denn an passenden Ideen mangelt es mir nie. Meine Einstellung ist inzwischen auch eine andere: Ich habe mich von jeglichem Druck entsagt. Ich fände es zwar schön, monatlich etwas Neues zu veröffentlichen, doch verhalte mich nicht sklavisch danach. Ich freu mich, wenn Beiträge via Google gepusht werden – aktuell ist Sri Lanka hoch im Kurs – oder Freund:innen und Bekannte meine Beiträge teilen, schau jedoch nicht ständig auf die Performance der Seite. Ich mag es, wenn ich technisch etwas Neues lerne, ob bei der DSGVO-Umstellung oder bei der Erstellung von Canva-Grafiken, suche mir aber Momente mit der nötigen Ruhe dafür.

Natürlich habe ich dennoch Ziele: Die Urlaube in Teneriffa und Costa Rica sollten „verbloggt“ werden, bevor die Erinnerung nachlässt. Die seit Oktober kaputte Kommentarfunktion muss gefixt werden. Über kurz oder lang muss ein neues Theme her, denn das aktuelle Design ist seit 2016 am Start und natürlich längst nicht so responsive, wie ein moderner Blog sein sollte. In dem Zuge sollte ich bei alten Beiträgen kaputte Fotos und Links entfernen. Auch mit dem Gutenberg-Block-Editor möchte ich mich vertraut machen, aktuell schwelge ich noch in der einfachen Vergangenheit des Classic Editors. Aber wenn es nicht dieses Jahr soweit ist, dann vielleicht nächstes.

Morgen wird Gestern 2022 ist ganz klar #nopressure und vermutlich habe ich auch nur deswegen zehn Jahre und 900 Beiträge durchgehalten. :)

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